Verfasst am: 27.01.10, 23:42 Titel: Krankenkassenbeiträge Erhöhung und wir sind wehrlos
Die meisten Kassen werden in nächster Zeit ihre Beiträge erhöhen
Würden die Tankstellen auf einmal ihre Preise erhöhen würde das Kartellamt eingreifen aber die Kassen können ohne Muren an der Preisschraube drehem können sie die Versicherten denn überhaupt nicht wehren geschweige wo soll man hin?
Verfasst am: 28.01.10, 09:44 Titel: D i e s e Art des Schraubendrehens
ist von Schmulla Schmidt ins Gesetz geschrieben worden.
Dazu auch die Art des Sichwehrens: Kassenwechsel. Viel nutzen wird der freilich nicht,
aber zum x-ten Mal die Bürokraten rotieren lassen.
Wieso das Kartellamt sich mit Behörden befassen soll,
bloß weil auf denen das Etikettchen "Unternehmen" pappt,
wie das bei der Behörde Rebscher der Fall ist,
ist mir unerfindlich.
PR _________________ Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Hallo, PR! Sie wissen, wie ich, das diese Art des Schraubendrehens von der CDU kam und nur unter Bauchschmerzen seitens der Ministerin in das Gesetz aufgenommen wurde.
Aber es ist ja so einfach immer undifferenziert auf die "Übeltäter" einzuschlagen.
ok, könnte sein, das ich das bei unserem jungen, hübschen Neuen übernehmen werde
Sie wissen, wie ich, das diese Art des Schraubendrehens von der CDU kam und nur unter Bauchschmerzen seitens der Ministerin in das Gesetz aufgenommen wurde.
Warum hat sie dann nicht dagegen gestimmt? Und der Rest ihrer Fraktion ebenso?
Wer die Hand hebt, muss sich Verantwortung dafür zurechnen lassen! Insbesondere, wenn man am Kopf eines Ministeriums steht.
Ich finde die Apologetik, die unter anderem auch von Lauterbach betrieben wird, bezeichnend. De mortuis nil nisi bene? Keine Sorge: die historischen Verdienste von Ullalla Schmidt und ihrer Partei bei der Zerstörung des Gesundheitswesens werden nicht vergessen werden. _________________ Ein Augenarzt behandelt einen Patienten das ganze Quartal über für 18 Euro, das ist sein Budget. Und kommen zu viele Patienten, zahlt er noch drauf. DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
Ich finde die Apologetik, die unter anderem auch von Lauterbach betrieben wird, bezeichnend. De mortuis nil nisi bene? Keine Sorge: die historischen Verdienste von Ullalla Schmidt und ihrer Partei bei der Zerstörung des Gesundheitswesens werden nicht vergessen werden.
Warten wir´s ab, ob unser junger, hübscher neuer Gesundheitsminister und seine Mövenpicker nicht sehr viel mehr Schaden anrichtet. Bis jetzt ist er schon vielversprechend gestartet. Das System soll sich aus sich selbst heilen .... Ich hoffe nur, das sich unsere Ärzte dem nicht anschließen weil, aus mir selbst heilen scheint mir sehr schwer...wie auch dem System. Immerhin haben wenigstens FDP Mitglieder ja schon mal Prozente bei einer Versicherung bekommen. Da lohnt sich das regieren wenigstens mal...
Verfasst am: 29.01.10, 22:43 Titel: Re: Krankenkassenbeiträge Erhöhung und wir sind wehrlos
Juchas hat folgendes geschrieben::
... Würden die Tankstellen auf einmal ihre Preise erhöhen würde das Kartellamt eingreifen aber die Kassen können ohne Muren an der Preisschraube drehem können sie die Versicherten denn überhaupt nicht wehren geschweige wo soll man hin?
Ich bin ja ganz Ihrer Meinung, es muss jedoch der Vollständigkeit halber festgehalten werden, dass die Spritpreise (und überhaupt die Kosten, die deutsche Autofahrer für ihr "Hobby", täglich den Arbeitsplatz zu erreichen, zu schultern haben) nicht weniger skandalös sind als die Beitragserhöhungen der Kassen. Es ist folglich kein optimaler Vergleich, sondern schlecht mit schlecht.
Besonders auch der Staat, der ja gesetzesgemäß mit einem Nullsaldo bei Einnahmen und Ausgaben zu kalkulieren hat (also keinen Gewinn im betriebswirtschaftlichen Sinne machen darf, höchstens Schulden ), verstößt gemäß kürzlicher Erhebung in Sachen Verkehrspolitik in nahezu krimineller Weise dagegen.
Sie müssen zum Vergleich ein Gut nehmen, welches einerseits weitgehend frei von lobbyistischen und aus Selbstzwecken bestehenden Einflüssen aus Politik, Wirtschaft, Medien oder Kirche, andererseits aber auch frei von marktradikalem Monopolismus und Kartellverflechtungen ist. Bei knappen und unentbehrlichen Gütern wie Öl, Gas, Benzin oder Strom werden Sie allerdings vergeblich suchen; die Verlockung der Preisabsprachen und der Abzocke über assoziierte Sach- und Verbrauchsteuern ist einfach zu groß. _________________ Grüßle,
zackbohne
Die ersten Kassen kündigen bereits Zusatzbeiträge zum Höchstsatz an. Da die neue Regierung eine stetige Anpassung dieser Zusatzbeiträge plant, wird es bei diesem Höchstbetrag nicht bleiben.
http://www.tagesschau.de/inland/bkkzusatzbeitrag100.html
Verfasst am: 08.02.10, 13:08 Titel: Sichere Position in der Krise
„Die Krankenkassen verfügen über fünf Milliarden Euro Rücklagen. Krisenbedingte Beitragsausfälle werden durch ein Darlehen des Bundes abgedeckt, das 2011 zurückzuzahlen ist. Der Sparstrumpf der Kassen ist prall gefüllt. Noch nie waren die Kassen in einer Krise und gleichzeitig in einer so sicheren Position gewesen.“
Das war Anfang Juli 2009 und die Sprüche stammen von Ulla Schmidt.
Wo ist das Geld hin ?
Beispielsweise da: Seit Einführung des Gesundheitsfonds haben die Krankenkassen ihre Marketingausgaben drastisch gesteigert. Die eine um 83 % auf vier Millionen, die andere um ein Vielfaches auf zweieinhalb Millionen, die dritte gibt mit knapp zehn Millionen gut ein Viertel mehr aus, die nächste mit zweieinhalb Millionen ein Drittel Mehr, und so fort.
Begründet wird dieser Ausgabenanstieg damit, dass zu Zeiten des Gesundheitsfonds und allfälliger Fusionen die Kassen “zeigen müssten, dass sie leistungsstark und attraktiv sind“.
Per Mehrausgaben für Reklame.
Aus den Beiträgen der Zwangsmitglieder.
Für die Behörde „Krankenkasse“ reichlich merkwürdige Begründungen, finde ich.
PR _________________ Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Verfasst am: 15.02.10, 10:50 Titel: Re: Sichere Position in der Krise
PR hat folgendes geschrieben::
Beispielsweise da: Seit Einführung des Gesundheitsfonds haben die Krankenkassen ihre Marketingausgaben drastisch gesteigert. Die eine um 83 % auf vier Millionen, die andere um ein Vielfaches auf zweieinhalb Millionen, die dritte gibt mit knapp zehn Millionen gut ein Viertel mehr aus, die nächste mit zweieinhalb Millionen ein Drittel Mehr, und so fort.
Begründet wird dieser Ausgabenanstieg damit, dass zu Zeiten des Gesundheitsfonds und allfälliger Fusionen die Kassen “zeigen müssten, dass sie leistungsstark und attraktiv sind“.
Per Mehrausgaben für Reklame.
Aus den Beiträgen der Zwangsmitglieder.
Für die Behörde „Krankenkasse“ reichlich merkwürdige Begründungen, finde ich.
Dito, dabei könnten die Kassen doch einfach ihr Geld in die Ärzteschafft stecken und dort bisschen Direktmarketing betreiben lassen.... Die Söldner wären dabei.
Verfasst am: 15.02.10, 12:00 Titel: Re: Sichere Position in der Krise
Miie hat folgendes geschrieben::
Dito, dabei könnten die Kassen doch einfach ihr Geld in die Ärzteschafft stecken und dort bisschen Direktmarketing betreiben lassen.... Die Söldner wären dabei.
Kein Problem, kein Problem...wirde doch von der AOK im Rahmen der Hausarztverträge längst praktiziert, inklusive fachkundiger Beratung, wie man "korrekt" codiert. Ich habe früher eigentlich keine Patienten gesehen, die Diabetiker waren und davon nichts wussten.
Aussage eines Patienten: "Ja, ich habe keinen Diabetes, aber ich mach in dem Programm mit, damit ich mir die 10 Euro spare".
Und die Ärzte, die nicht genügend neue AOK-Patienten shanghaien, werden mit Abzug bestraft, wie jetzt angekündigt.
Na? So investiert man als Kranke Kasse richtig sein Geld. Wissen Sie doch, "Miie", Sie geben doch an, Lehrling bei einer Kranken Kasse zu sein. _________________ Ein Augenarzt behandelt einen Patienten das ganze Quartal über für 18 Euro, das ist sein Budget. Und kommen zu viele Patienten, zahlt er noch drauf. DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
Oh, da müssen Sie nicht mehr lange warten. Spätestens am Ende des Monats wird mein Budget verbraucht sein. Vier Wochen lang werde ich dann umsonst arbeiten, weil zu viele Patienten zu mir wollen. Toll, nicht?
Miie hat folgendes geschrieben::
Und genau für diese Kassen, mit ihren 3-5 % Verwaltungskosten machen viele Ärzte dann auch noch Werbung.
1. Würden Sie nicht auch Werbung für jemanden machen, der Ihnen 80 Euro statt 35 Euro zahlt?
2. So mancher Kollege hat noch nicht begriffen, in welchen Würgegriff er genommen wird. Ab einem bestimmten Alter würde ich auch zugreifen, und mir denken: na, 5 Jahre noch so, und dann an ein MVZ verhökern. Und die Ärzteschaft ist gespalten, auch durch Propagandisten, die in Fach- und Hausarztforen polarisieren. _________________ Ein Augenarzt behandelt einen Patienten das ganze Quartal über für 18 Euro, das ist sein Budget. Und kommen zu viele Patienten, zahlt er noch drauf. DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
Nein, die offensive Haltung vieler Ärzte mit Plakaten im Wartezimmer usw´, würde ich durch neutralität ersetzen.
Meines Wissens wurde die Werbung für die AOK auf Veranlassung konkurrierender Kassen eingedämmt.
Politisches Engagement der Ärzte wird zwar (besonders von linken Gruppen) ungerne gesehen, wird sich aber fortsetzen. Plakate pro FDP wird man in Zukunft zwar vermissen, aber das "Wählen Sie, wen Sie wollen. Aber nicht SPD" könnte weiter aktuell sein. Eigentlich nicht nötig, bei der Stagnation der SPD. Aber: sicher ist sicher...
Miie hat folgendes geschrieben::
Außerdem verdienen die einen sehr gut, die anderen weniger.
Dass die politische Tendenz dazu geht, die Fachärzte zu vernichten, ist jedem klar. Immer wird in den Medien nur von "Haus- und Kinderärzten" gesprochen.
Kein Problem. Soll ich mal einige Fälle zusammentragen, in denen unsere "Lotsen" des Gesundheitssystems ihre Kompetenzen und Befähigungen ein wenig überschätzt haben? Vor ca. drei Monaten führte das bei einer meiner Patientin zu einer doppelseitigen Hornhautperforation und -Verpflanzung mit geringer verbleibender Sehschärfe.
Immer schön die Lotsen fördern, am besten auf Kosten der Fachärzte (ist ja auch billiger). Die Folgen können die Patienten ausbaden. Aber die sind Politikern längst egal. _________________ Ein Augenarzt behandelt einen Patienten das ganze Quartal über für 18 Euro, das ist sein Budget. Und kommen zu viele Patienten, zahlt er noch drauf. DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
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