Verfasst am: 31.01.10, 10:43 Titel: Zeit für eine Idee
Wenn richtig ist, dass nichts mehr bewirken kann als eine Idee, deren Zeit gekommen ist, dann sollten sich die in die Instanzen durchmarschierten Alt-68-er, die mit Herrn Lenin jede Kontrolle für besser halten als jedes Vertrauen, beginnen, die Garderobe zu ordnen.
halte ich für zumindest einen guten Ansatz, der jedoch nicht wirklich ganz neu ist.
Ich hoffe der Herr Rösler kann das durchziehen und bleibt nicht -wie viele sein er Vorgänger- auf halbem Wege stecken. Jegliche Art von Reformen waren ja bisher nicht mit weniger, sondern mit mehr Bürokratie verbunden, so dass man dank seiner schlechten Belegung zunächst erst einmal den Begriff Gesundheitsreform bei Strafe verbieten sollte. _________________ Grüßle,
zackbohne
halte ich für zumindest einen guten Ansatz, der jedoch nicht wirklich ganz neu ist.
Stimmt. Hört man immer und immer wieder als Heilsversprechen.
zackbohne hat folgendes geschrieben::
Ich hoffe der Herr Rösler kann das durchziehen und bleibt nicht -wie viele sein er Vorgänger- auf halbem Wege stecken.
Genau. Als Lateiner kann man sagen: "hic Rhodus, hic salta!", oder als Aachener: "nit mulle, werke!"
Ich finde solche Ankündigungen immer vielversprechend, habe mir aber zur ngewohnheit gemacht, erst dann begeistert zu sein, wenn tatsächlich etwas geschieht. Gelegenheit wäre im Gesundheitswesen dazu mehr als genug. So langsam sollte Rösler mit Konkretem kommen, sonst gibts eine massive Quittung bei der nächsten Wahl.
zackbohne hat folgendes geschrieben::
so dass man dank seiner schlechten Belegung zunächst erst einmal den Begriff Gesundheitsreform bei Strafe verbieten sollte.
Das finde ich nicht so gut. Man müsste dann neue Begriffe als Worthülsen diffamieren. Bei dem Begriff "Gesundheitsreform" kann man wenigstens nix mehr kaputtmachen _________________ Ein Augenarzt behandelt einen Patienten das ganze Quartal über für 18 Euro, das ist sein Budget. Und kommen zu viele Patienten, zahlt er noch drauf. DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
Das finde ich nicht so gut. Man müsste dann neue Begriffe als Worthülsen diffamieren. Bei dem Begriff "Gesundheitsreform" kann man wenigstens nix mehr kaputtmachen
Da haben Sie freilich Recht. "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" ist schon auf dem besten Wege zum Unwort 2010. _________________ Grüßle,
zackbohne
Rösler will die Bürokratie eindämmen. Hört sich zunächst vielversprechend an. Was bleibt von diesem Versprechen übrig? Der geplante Steuerausgleich schafft einen weiteren Wulst an Bürokratie, dagegen wird die Bürokratie dort abgebaut, wo Kosten eingespart werden können.
Zahlreiche Krankenhausrechnungen sind falsch, wie Stichproben bei den Krankenkassen ergeben. Allein die Barmer/GEK konnte 2009 ca. 165 Mio. Euro durch diese Prüfungen einsparen. Rösler dagegen setzt auf mehr Vertrauen und weniger Kontrolle und hüllt sich in Schweigen.
Allein die Barmer/GEK konnte 2009 ca. 165 Mio. Euro durch diese Prüfungen einsparen.
Wahrscheinlich hat die Kranke Kasse bei der vollmundigen Presseverlautbarung eines vergessen: mitzuteilen, wie "eingespart" wird:
da taucht der MDK im Krankenhaus auf und nimmt die Akten in Augenschein. Und dann wird - natürlich ohne Rücksprache mit Arzt oder Patient - gestrichen gestrichen gestrichen. Und ein freundliches "Auf Wiedersehen" gewünscht.
Ich frage mich, wie oft die Krankenhäuser Widerspruch einlegen. Aber das wird man in keiner Presseverlautbarung finden. _________________ Ein Augenarzt behandelt einen Patienten das ganze Quartal über für 18 Euro, das ist sein Budget. Und kommen zu viele Patienten, zahlt er noch drauf. DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
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