hi,
ich war vor kurzem bei einem Kradiologen, weil ich einige merkwürdige Begebenheiten mit meinem Herzen hatte. Der meinte nun, dass ich "ein wunderschönes gesundes Herz" habe, was mich total gefreut hat.
Die Diagnose lautete dann: Herzrythmusstörungen aufgrund einer Stressfehlverarbeitung!
Da wäre gleich die erste frage: wie genau wird denn da Stress falsch verarbeitet?
Als "Therapie" hab ich jetzt aufbekommen jeden Tag eine halbe Stunde ausdauersport zu treiben.
Frage: Wie kann das die Fehlverarbeitung denn "ausgleichen"?
Vielen Dank für die Antowrten
eine gestresste Abiturientin _________________ Arbeit ist das besste Mittel gegen Verzweiflung!
Wer auf seinem eigenen Weg geht kann von niemanden überholt werden!
In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.
aus den wenigen Angaben ist am ehesten zu vermuten, dass Sie unter zeitweisem Herzrasen oder Extrasystolen leiden, beides als unangenehme Folge von u.a. psychischem Stress gut bekannt.
Zitat:
Da wäre gleich die erste frage: wie genau wird denn da Stress falsch verarbeitet?
Der Körper reagiert auf innere oder äussere Reizfaktoren durch eine ihm in die evolutionäre Wiege gelegte "Fluchtreaktion", die alle Organe mobilisiert. Blutdruckerhöhung, Pulserhöhung, Atemfrequenzsteigerung. Dies geschieht wesentlich durch Botenstoffe (Hormone Adrenalin und Noradrenalin), die in Sekundenschnelle die Herzfrequenz hochjagen können. Als Nebeneffekt werden die AV-Überleitungsgeschwindigkeit und die Erregbarkeit der Herzmuskeln gesteigert, welches u.a. Extrasystolen (Stolpern) zur Folge haben kann.
Zitat:
Frage: Wie kann das die Fehlverarbeitung denn "ausgleichen"? (Ausdauersport)
Durch Stressreduktion. Die Mechanismen beim Ausdauersport aktivieren u.a. die Gegenspieler der Stresshormone (Parasympatikus-Nerven mit dem Botenstoff Acetylcholin). Einfach: Man bekommt Abstand von den vielen kleinen und großen Problemen und der Kopf wird frei. Auch Entspannungsübungen oder eine kurze Auszeit können manchmal helfen.
Zitat:
Arbeit ist das beste Mittel gegen Verzweiflung!
Wer auf seinem eigenen Weg geht kann von niemanden überholt werden!
In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.
Alle drei Zitate in der Signatur sprechen doch eher für ein diesbezüglich ungesundes Lebensmotto _________________ Grüßle,
zackbohne
Anmeldungsdatum: 26.03.2008 Beiträge: 49 Wohnort: in Büchern ;)
Verfasst am: 04.02.10, 23:33 Titel:
danke erstmal für die antwort!
ich weiß ich weiß, mein lebensmotto ist vieleicht nicht das besste und ich versuche erlich es zu ändern, aber hey, in unserer gesellschaft hat man es als abiturient (sachsen) echt nicht einfach, v.a. nicht unter den neuen oberstufenbedingungen. mehrere schüler haben nervenzusammenbrüche und sonstige beschwerden, einer wurde sogar mehrere wochen krank geschrieben, weil er nach ansicht seines arztes kurz vor einem schlaganfall stand. naja, in die schule kam er trotzdem^^
tja, wenn man mal medizin studieren will braucht man halt einen antsprechenden durchschnitt! der schafft sich aber auch nicht von allein
mh, die erklärung klingt logisch.
na dann werd ich mal etwas sport in meinen tagesablauf einplanen! das heißt dann wohl eine halbe stunde weniger schlaf (5,5 h - 0,5 = )
da hab ich gleich noch eine frage, nur zur vorsicht: das macht mir dann aber keine probleme, wenn ich nach dem abi für ein jahr in ein entwicklungsland (tropen) gehen möchte, oder? ich werde dort nämlich in einem rehabilitationszentrum arbeiten und bei op's dabei sein, sowie op-wunden versorgen
lg _________________ Arbeit ist das besste Mittel gegen Verzweiflung!
Wer auf seinem eigenen Weg geht kann von niemanden überholt werden!
In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.
na dann werd ich mal etwas sport in meinen tagesablauf einplanen! das heißt dann wohl eine halbe stunde weniger schlaf (5,5 h - 0,5 = )
Ich würde versuchen, etwas früher ins Bett zu kommen. Aus mehreren Gründen:
1. Nachts wird das verarbeitet, was man tagsüber gelernt hat. Je kürzer man schläft, desto schlechter wird demzufolge das Gelernte verarbeitet, desto schlechter erinnert man sich daran - desto größer wird der Schulstress.
2. Wenn man unausgeschlafen ist, sinkt die Konzentrationsfähigkeit, man kann umso schlechter im Unterricht aufpassen - muss umso mehr in der Freizeit nachlernen.
3. Schlafmangel ist für den Körper auch Stress, der verarbeitet werden muss...
Und der Sport hat noch einen Vorteil: Die Stresshormone dienen dazu, den Körper auf Kampf oder Flucht vorzubereiten. Durch den Sport werden Kampf oder Flucht simuliert, die Stresshormone werden also sinnvoll verbraucht und müssen nicht langwierig abgebaut werden.
Übrigens: Bei der Vorbereitung zu Kampf oder Flucht sind die Muskeln für den Körper wichtiger als das Gehirn, d. h. man ist körperlich leistungsfähiger als geistig, kann also nicht mehr so gut denken.
Dafür wird bei leichtem Sport (kein Leistungssport!!!) das Gehirn besser durchblutet, die geistige Leistungsfähigkeit steigt, man kann sich Gelerntes besser merken. Wenn Du also nicht gerade auf öffentlichem Verkehrsgrund Sport treibst (Radfahren, Joggen), sondern auf Feldwegen oder daheim, dann kannst Du Dir ruhig auch Deinen Schulstoff auf einen MP3-Player sprechen und beim (leichten!) Training anhören...
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