Anstatt die Ausgabenseite im Gesundheitswesen auf den Prüfstand zu stellen wird in Kauf genommen, dass die Kosten weiter ansteigen und auf die normalen Beitragszahler, die keinerlei Wahlmöglichkeiten haben, abgewälzt. Das Solidarprinzip soll Zug um Zug abgeschafft werden - zum Nachteil der breiten Bevölkerung.
Demokratie bedeutet nicht nur seine Stimme bei der Wahl abzugeben und sich mit Entscheidungen der Politiker abzufinden, sondern auch nach der Wahl seine Stimme zu erheben.
Verfasst am: 04.02.10, 14:55 Titel: Ausgabenseite auf dem Prüfstand
Genau. Schreib ich schon recht lange.
Mehr als ein Drittel der Beitragseinnahmen der Kranken Kassen dienen nicht der Wiederherstellung oder Erhaltung des Gesundheitszustandes ihrer Mitglieder, sondern einer Vermögensumverteilung in der Bevölkerung. Dies nach Schlüsseln, die sich öffentlicher Kontrolle komplett entziehen.
Deutlich mehr als die deklarierten 5 Prozent der Beitragseinnahmen der Krankenkassen dienen deren interner Verwaltung.
Hier liegen die größten Einsparpotentiale der letzten Jahrzehnte.
"Alles hängt mit allem zusammen". Diesen für einen Gesundheitspolitiker bemerkenswert wahren Satz sprach in seiner schlichten Größe ein Seehofer, als noch mit ihm zu rechnen war (Da wär ich mir heute nicht mehr so sicher).
Heisst: wenn man die politisch gewollte „solidarische“ Umverteilung aus der Sozialversicherung herausnimmt und dort organisiert, wo sie hingehört, nämlich im Steuersystem, dann muss man dieses natürlich anpassen. Das geht selbstverständlich so zu machen, dass auch die 40 % Bevölkerung, um die ein paar Spinner jetzt das Lamento anstimmen, nicht mehr zahlen, sondern eher weniger.
Wenn die SPD jetzt mit cerlina hingeht und der Welt klarmachen will, das bisherige Gemauschel und Gewurschtel in den Kassen sei besser, dann entzieht sie dem aktuellen Finanzminister genau so das Vertrauen wie dem vorangegangenen.
KLARTEXT:
Das Gezeter von der „Kopfpauschalen“ ist der Versuch, die Propapopogandahorrorgeschichtchen von vor der Wahl nach der Wahl weiterzuspinnen. Ich meine: dass die Deutschen sie nicht mehr hören wollen, weil sie sie nicht mehr glauben, haben sie mit der Wahl im September gezeigt.
PR _________________ Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
KLARTEXT:
Das Gezeter von der „Kopfpauschalen“ ist der Versuch, die Propapopogandahorrorgeschichtchen von vor der Wahl nach der Wahl weiterzuspinnen. Ich meine: dass die Deutschen sie nicht mehr hören wollen, weil sie sie nicht mehr glauben, haben sie mit der Wahl im September gezeigt.
Ich bin mal gespannt, wie das bei der Wahl im Mai aussieht. In den heutigen Hochrechnungen hat die FDP gerade mal 5%... und dann könnte man sagen, das die paar Spinner mit ihrem Lamento doch nicht ganz so falsch lagen.
Übrigens, auch aus den Nachrichten von heute. Laut Umfrage sind über 50% der Deutschen der Meinung, das die große Koalition besser war als heute die CDU/CSU und die Movenpicker.
Verfasst am: 05.02.10, 09:22 Titel: Wer den aktuellen Zustand herbeigeführt hat,
weiß ich. Der Wähler hat ihm/r das Mundwerk gelegt. Wer einen besseren Zustand herbeiführen wird, weiß ich nicht, und es ist mir auch egal. Ich weiß nur, dass es erheblich besser werden muss. Was besser werden muss hab ich versucht hier klar zu machen. Die konzertierten Propagandaaktionen, die da jetzt wieder losgehen, werden keinen Erfolg haben.
PR _________________ Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Verfasst am: 05.02.10, 10:52 Titel: Re: Wer den aktuellen Zustand herbeigeführt hat,
PR hat folgendes geschrieben::
Die konzertierten Propagandaaktionen, die da jetzt wieder losgehen, werden keinen Erfolg haben.
Bezeichnenderweise profitieren bei der Opposition nur die Grünen von der Unzufriedenheit mit der Regierung. Der SEPD hat man ihr Versagen wohl noch nicht vergessen.
Übrigens, a propos SEPD: Thierse hält eine Fusion für möglich. Hatten wir doch schonmal, dann könnte ich mir das "P" wieder sparen. Nur: damals wurde die SPD zum Beitritt gezwungen, heute wird sie wohl eher der Eroberer sein: http://www.stern.de/politik/deutschland/nach-lafontaines-rueckzug-thierse-schliesst-fusion-mit-linkspartei-nicht-aus-1539860.html _________________ Ein Augenarzt behandelt einen Patienten das ganze Quartal über für 18 Euro, das ist sein Budget. Und kommen zu viele Patienten, zahlt er noch drauf. DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.