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Kann man einen "älteren" Herzinfarkt noch erkennen

 
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Surabaya
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Anmeldungsdatum: 07.02.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 07.02.10, 04:22    Titel: Kann man einen "älteren" Herzinfarkt noch erkennen Antworten mit Zitat

Hallo,




ich, w., 40 J. gehe nächste Woche in eine Klinik für Psychotherapie, wo im Rahmen der Diagnostik sicher auch routinemäßig körperliche Untersuchungen gemacht werden (ansonsten hätte ich mir einen Internisten gesucht, eine Überweisung habe ich bereits). Ich wüsste gern im Voraus, auf welche Untersuchungen ich evtl. hinweisen könnte oder gar bestehen könnte. Und ich weiß ja vorher nicht, ob ich ernstgenommen werde.

Ich habe erhöhten Blutdruck, ohne Medikamente bei ca. 180/105, manchmal höher; mit Medikamenten (Olmesartan und HCT) war es bis vor kurzem gut eingestellt bei 120/80, in den letzten Wochen jedoch steigt der Blutdruck auch unter der Medikation wieder, Durchschnitt ist im Moment bei ca. 145/95. (Betablocker habe ich nicht vertragen, hat einen Asthmaanfall ausgelöst.)

Vor etwas über einem Jahr wurde eine massive Eisenmangelanämie diagnostiziert (die daraufhin mit entsprechenden Präparaten behandelt wurde), mit der meine Hausärztin den Bluthochdruck und das Herzrasen erklärte (Herzfrequenz bei leichten Belastungen um 130 mindestens - z.B. gehen einer Strecke von 50 m). Ich hatte einen Ferritinwert von 2. Im Sommer hatte ich daraufhin eine Hysterektomie.

Ich rauche nicht und habe starkes Übergewicht. Bis zur Diagnosestellung (Anämie) habe ich zur Gewichtsreduzierung Sport getrieben (schwimmen, walken, Gymnastik), das durfte ich aber alles erstmal nicht mehr machen. Habe nach der OP im Sommer wieder damit begonnen, nun pausiere ich allerdings wieder, weil ich Bedenken habe wegen zweier Ereignisse, die ich nicht einordnen kann und die ich gern erst abgeklärt haben möchte.

Diese traten im Abstand von ca. einem Dreivierteljahr auf. Ich habe damals nicht an das Herz als Ursache gedacht - die Möglichkeit scheint einem immer sehr weit weg und es war nicht typisch, jedoch nach einer Sendung im TV kürzlich, wo es um das Thema "Herzinfarkt bei Frauen" ging, war ich alarmiert, denn das traf sehr auf mich zu.

Ich hatte sehr plötzlich das Bedürfnis, zur Toilette zu gehen und gleichzeitig war mir übel, auf der Toilette dann bekam ich sehr starke Schmerzen im Oberbauch, die sich bis in den Hals zogen und ich hatte kalten Schweißausbruch. Ich hatte kein Zeitgefühl, wie lange das gedauert hat - vielleicht 5 min...? Hinterher war ich beide Male klatschnass geschwitzt.

Hätte keine Hilfe holen können in dem Moment - ich hätt´ nicht laufen können. Hinterher war dann "alles wieder gut".

Wenn dies zwei Herzinfarkte gewesen sein sollten - könnte man diese jetzt noch erkennen...? Und mit welchen Untersuchungsmethoden...? Das letzte Ereignis liegt ca. 4 Monate zurück. Ein normales EKG bei meiner Hausärztin zwischen den beiden Vorfällen zeigte keine Auffälligkeiten.




Viele Grüße, Surabaya
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Jan Kniese
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 995
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 08.02.10, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag.

Ob die zwei Ereignisse ein Herzinfarkt waren (bei Frauen können andere Symptome auftreten als bei Männern, aber ein Herzinfarkt aus völliger Beschwerdefreiheit heraus, der nur 5 min. dauert, ist eher ungewöhnlich...), kann ich von hier nicht beurteilen.

Ein unverändertes EKG spricht zumindest dagegen. Da bei einem Herzinfarkt Muskelgewebe abstirbt und durch Bindegewebe ersetzt wird, kann man in der Regel im Ultraschall nach einem Herzinfarkt Areale sehen, welche sich geringer oder gar nicht mehr zusammenziehen.
Allerdings ist es bei kleinen Infarkten (also wenn nur wenige Zellen abstarben) möglich, dass man diese mit der üblichen Auflösung des Ultraschalls übersieht.

Ob diese Untersuchungen bei Ihnen sinnvoll sind oder Sie auf sie bestehen können, hängt vom individuellen Fall ab.

MfG,
_________________
J. Kniese
Facharzt für Innere Medizin
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