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Rückenschmerzen mit Ausstrahlung Brust / Arm
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Laura1986
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 22.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 08.02.10, 21:38    Titel: Rückenschmerzen mit Ausstrahlung Brust / Arm Antworten mit Zitat

Hallo,
ich bin langsam wirklich verzweifelt

Ich habe jetzt seit bereits einem Jahr mit starken Schmerzen zu kämpfen. Diese sind ein starkes Verkrampfen der linken Brustseite, außerdem teilweise Stechen und Druckgefühl. Gleichzeitig habe ich am linken Schulterblatt Schmerzen, die in den linken Arm ziehen.

Ich war bereits beim Kardiologen (EKG, Blutuntersuchung, Ultraschall), beim Orthopäden, hatte Krankengymnastik nichts hat geholfen. Ich habe Einlagen wegen einer Fehlstellung bekommen, mache Rückenübungen, benutze Voltarensalbe. Außerdem habe ich mehrere Tabletten verschrieben bekommen (Musaril, Diclac, Kadalon)

Die Krämpfe in der Brust treten häufig nach dem Sport auf (mache Leistungssport - Laufen), die Rückenschmerzen vorallem tagsüber nach langem Sitzen.

Bei einer Kernspin wurde eine Streckhaltung der Halswirbelsäule festgestellt, mein Ortopäde meinte man weiß nicht was vorher da war, die Schmerzen oder die Streckhaltung.

Was kann ich tun um diese Beschwerden endlich los zu werden, da ich auch psychisch sehr darunter leide, diese einfach nicht loszuwerden.

Heute wollte ich trainieren, habe es 2x versucht aber die Schmerzen sind dann so extrem geworden, dass ich aufhören musste. Die Tabletten zeigen nur kaum Wirkung, selbst die Musaril, das verstehe ich einfach nicht.
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Ralf Tillenburg
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 11085
Wohnort: Raum Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 09.02.10, 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wurde ein Belastungs-EKG gemacht? Welche Blutwerte liegen vor?
_________________
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Arzt für Allgemeinmedizin
www.praxis-tillenburg.de
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Laura1986
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 22.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 09.02.10, 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, danke für Ihre Antwort.
Nein ein Belastungsekg wurde nicht gemacht, da das normale EKG, die Blutuntersuchung und der Ultraschall unauffällig waren.
Sollte man eines machen?

Bei dem Bluttest weiß ich die Ergebnisse leider nicht, waren aber laut dem Arzt alle im Normbereich, sollte ich die nochmal erfragen?
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Ralf Tillenburg
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 11085
Wohnort: Raum Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 10.02.10, 08:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Laura,

ich hatte danach gefragt, weil eine Ruhe-EKG alleine eine Herzerkrankung nicht ausschließt.

Andererseits sprechen die Beschwerden eher für eine ursache im Bereich der Wirbelsäule, ggf, sollte hier noch weiter untersucht werden.

Schließlich kann auch die Speiseröhre solche Schmerzen auslösen. Bitten Sie also den Hausarzt um weitere Abklärung.

Zu Laborwerten kann ich nur Stellung nehmen, wenn ich sie alle kenne.
_________________
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Arzt für Allgemeinmedizin
www.praxis-tillenburg.de
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Laura1986
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 22.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 11.02.10, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Tillenburg,
ich war heute nochmal beim Kardiologen, es wurde ein Ruhe EKG, ein Ultraschall und ein Belastungsekg gemacht.
Bei diesem Arzt war ich vor ca einem Jahr schon mal da wurde nur Ruhe EKG und Ultraschall gemacht.
Auf jeden Fall meinte der Kardiologe mein EKG sei komisch, da ich negative T Wellen habe. Bei dem EKG vor einem Jahr war das nur ganz leicht so. Ich muss dazu sagen, dass ich schon seit 3 Jahren Ausdauersport mache, aber seit ca Oktober 2009 Leistungssport (Laufen) die Ultraschalluntersuchung war gut, das Herz pumpt kräftig meinte er. Bei dem Belastungsekg drehen sich die negativen T Wellen um und werden positiv. Der Arzt meinte ich sollte jedes Jahr einen Ultraschall machen lassen, da wohl bei 6% der Fälle die so etwas haben eine Herzerkrankung möglich ist. Leistungssport weiterhin ist kein Problem meinte er. Können Sie etwas dazu sagen?
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Laura1986
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 22.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 11.02.10, 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Habe die Blutwerte nun vorliegen, welche sind denn von Bedeutung?
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pauline08
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 29.03.2009
Beiträge: 332
Wohnort: Land Brandenburg

BeitragVerfasst am: 11.02.10, 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Laura,

vielleicht hilft Dir der Link.
http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?t=56208

Liebe Grüße Pauline
_________________
Es gibt nichts, was dir näher wäre, als du selbst.
Wenn du dich aber sebst nicht kennst, wie
willst du dann andere kennen?
al - Ghasali
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Laura1986
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 22.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 12.02.10, 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

so, jetzt habe ich das Belastungsekg hochgeladen, evtl kann ja mal jemand etwas dazu sagen, vielen Dank!

http://img683.imageshack.us/img683/6549/befund1.jpg

http://img717.imageshack.us/img717/9266/befund3.jpg

http://img121.imageshack.us/img121/1880/befund4.jpg

http://img94.imageshack.us/img94/8112/befund5.jpg
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Ralf Tillenburg
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 11085
Wohnort: Raum Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 12.02.10, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Laura,

interessantes Belastungs-EKG. Habe ich so noch nicht gesehen, insofern kann ich den Kommentar des Arztes gut verstehen. Wenn es umgekehrt wäre, die negativen T-Wellen unter Belastung, wäre die Sache klar, eine Durchblutungsstörung des Herzens. Aber ein krankhaftes EKG, welches sich unter Belastung bessert, ist schon ungewöhnlich.

Wie dem auch sei, da ist etwas nicht in Ordnnung, und ich halte weitere Abklärung für sinnvoll. Interessant wäre, einmal das alte EKG mit dem aktuellen zu vergleichen. Das würde vermutlich weitere Hinweise liefern.
_________________
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Arzt für Allgemeinmedizin
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Laura1986
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Anmeldungsdatum: 22.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 12.02.10, 23:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Tillenburg,

ich bin sehr verunsichert. Ich war heute nochmal mit dem EKG Befund bei meinem Hausarzt und der meinte er sieht an dem EKG nichts schlimmes. Er will das Belastungs EKG nochmal wiederholen, da er denkt der Blutdruck könnte falsch gemessen sein. Aber ich habe extra nochmal nachgefragt ob ich mir irgendwelche Sorgen machen muss, da meinte er nein überhaupt nicht.
Den Druck auf der Brust habe ich weiterhin, kann aber nicht klar sagen ob das nun vom Herzen kommt, da ich momentan auch sehr verspannt bin.
Was würden Sie mir denn jetzt raten? ich will jetzt auch nicht in Panik verfallen, bin mir aber unsicher ob ich weiterhin trainieren darf bzw ob ich nochmal zu einem anderen Kardiologen gehen soll etc. Wäre Ihnen für eine Antwort sehr dankbar!

Liebe Grüße
Laura
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Ralf Tillenburg
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 11085
Wohnort: Raum Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 13.02.10, 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Laura,

wie ich schon schrieb, sollte man das EKG des Kardiologen vor einem Jahr mit dem von jetzt vergleichen. Gibt es da unterschiede? Waren schon vor einem Jahr die negativen T-Wellen da?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr Hausarzt die negativen T-Wellen nicht sieht.
_________________
Alles Gute
Ralf Tillenburg
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Laura1986
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Anmeldungsdatum: 22.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 13.02.10, 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Tillenburg,

vielen Dank für Ihre Antwort!
Leider meinte die Sprechstundenhilfe sie kann mir nur das Belastungs ekg mitgeben. Kann ich die Ruhe Ekgs irgendwie fordern oder muss das ein Arzt machen?
Der Kardiologe meinte, dass mein EKG vor einem Jahr nicht weiter auffällig war, ich hatte diese T Wellen nur ganz leicht und vereinzelt. Vor einem Jahr hat er das auch gar nicht angesprochen, hat er mir erst jetzt gesagt. Er denkt eben, dass die T Wellen durch den Sport kommen, vor einem Jahr habe ich auch wesentlich weniger Sport gemacht als jetzt.

Das mit dem Hausarzt verstehe ich nicht, vielleicht wollte er mich nicht beunruhigen.
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Ralf Tillenburg
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 11085
Wohnort: Raum Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 14.02.10, 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Laura,

allein die Tatsache, dass Sie unter Belastung zunehmende Schmerzen bekommen, lässt ja weiteres Training nicht zu.

Fakt ist auch, dass sich Ihr EKG verändert hat, also irgendetwas am Herzen passiert. Da stimme ich dem Kardiologen zu. Unklar ist jedoch, was es genau ist. Entweder doch eine strukturelle Herzerkrankung, oder eine Systemerkrankung, an dem auch das Herz beteiligt ist.

Hier kommen jetzt wieder die Blutwerte ins Spiel, die bei Ihnen gemacht wurden. Da ich die nciht kenne, kann ich jedoch hierzu auch nicht mehr sagen.

Grundsätzlich haben Sie das Recht, auch Kopien des normalen EKGs zu bekommen.
_________________
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Arzt für Allgemeinmedizin
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Laura1986
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Anmeldungsdatum: 22.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 14.02.10, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich tippe jetzt mal alle Blutwerte ab (in Klammern immer der Referenzbereich)

Klinische Chemie:
Creatinin (0,5-1.0 mg/dl) 0,8
Harnstoff-N (6-20mg/dl) 15
Natrium (135-145mmol/l 139
Kalium (3,6-5.0) 4,2
Calcium (2,2-2-6mmol/l) 2,3
GOT/ASAT (10-35 U/l) 23
GPT/ALAT (10-35U/l) 18
AP (35-104 U/l) 48
GGT (5-36 U/l) 16
Gesamteiweiß (6,4-8,3g/dl) 7,4
Cholinesterase (5,3-12,9 KU/l) 5,8
Billrubin-gesamt (0,20-1,00mg/dl) 0,74
Lipase (13-60 U/L) 59
Harnsäure (2,4-5,7mg/dl) 5,7
Triglyzeride (>200mg/dl) 70
Cholesterin (90-220mg/dl) 156
Glocose/plasma (55-115mg/dl) 122 - war allerdings nicht nüchtern
Alpha-Amylase (28-100 Ll/l) 115
CK (26-192 U/l) 66
LDH (135-214 U/l) 144
Eisen (37-145 yg/dl) 119
Ferritin (15-150ng/ml) 35

Haematologie

Leukozyten (1,3-10,00 10 9/L) 7,7
Erythozyt (4,2-5,2 10 12/L) 4,3
Haemoglobin (12,00-16,00 g/dl) 13,4
Hämatokrit (37-47 %) 38
MCV (82,0-101,0) 87,8
MCH (27,0-34,0 pg) 30,9
MCHC (31,5-36,00g/dL) 35,3
Thromozyten (140-440 10 9L) 240
Mittl. Thrombozytenvol. (7,8-11,0fl) 10,00
Granolozyten (1,4-6,5 10 9L) 5,0
Lymphozyten (1,2-3,4 10 9 L) 2,1
Monozyt. zellen (0,11-0,59 10 9 L) 0,34
Eosinophile (0,0-0,7 10 9 L) 0,2
Basophile (0,0-0,2 10 9 L) 0,0
Ery-Vol % (11,5-14,5 %) 12,6
Granolozyt % (42,2-75,2%) 65,2
Lymph% (20,0-51,0%) 27,5
Monozytäre Zellen% ( 1,7-9,9%) 4,4
Eosinophile % (1,-4%) 3
Basophile % (1-2%) 0

Blutsenkung

BKS 1h (6,12mm/h) 12
BKS 2 h ( 12-24mm) 24

Gerinnung

Quick (70-120%) 90
INR (0,9-1,2) 1,0
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Laura1986
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 22.11.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 14.02.10, 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

... und der Rest:

PTT (28,0-40sec) 28,1

FT4 (12,00-22,0 pmol/l) 15,6
FT3 (3,9-6,7pmol/l) 4,4
TSH (0,27-4,20yU/ml) 1,92

Proteine

CRP (0,10-5,00mg/l) 1,01

Diese Werte wurden alle am 13.11.2009 gemessen. Sollte man evtl noch einmal messen ob sich etwas verändert hat?
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