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...Diagnose nach wiederholter Magenspiegelung

 
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Madita1
Interessierter



Anmeldungsdatum: 23.05.2007
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 08.02.10, 21:39    Titel: ...Diagnose nach wiederholter Magenspiegelung Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,
bei meine ersten Magenspiegelung im Mai 2007 hatte ich folgende Diagnose:

Antrum und Corpus:
C-Gastritis der Antrumschleimhaut wie bei chemisch induzierten Mucosanschäden (z.B. Gallereflux oder NSAR-Einnahme).
Geringgradige Parietalzellhypertrophie der Corpusschleimhaut wie unter PPI.
Keine miterfassten Elster´schen Drüsenkörperzysten.
Keine HP-Gastrtitis

Carida:
Gerd mit Cello ohne intraepitheliale Neoplasie.
Damit leigt hier also eine chronische gastrooesophageale Refluxkrankheit vor, bei der sich eine Zylinderepthelmetaplasic - also eine Barrett-Schleimhaut entwickelt hat.
Da der Barrett-Oesophagus zu den präkanzerösen Konditionen gehört ist eine regelmäßige endoskopisch-bioptische Vorsorgeuntersuchung sehr zu empfehlen.
K21
Minimale, nicht aktive Gastritis der Cardiaschleimhaut


Seit dem wird einmal im Jahr eine Spiegelung durchgeführt.
Regelmäßige Einnahmen von Omep...Nexium...habe ich nach einer Zeit nicht
mehr getätigt, weil ich trotz Einnahme immer noch Sodbrennen hatte.
Zwischendurch bin ich immer lange Zeit ohne Beschwerden und ist es dann mal wieder extremer geworden habe ich was eingenommen.


In letzter Zeit muss ich mich wieder mit dem Thema beschäftigen, da ich seit
Wochen verstärktes Sodbrennen habe, welches mal wieder nicht wirklich mit
den Medikamenten in Griff zu kriegen ist.
Heute habe ich einen Bericht von meiner letzten Spiegelung bekommen.

Erster Befund:
Regelrechte Darstellung des Oseophagus ohne Nachweis einer Hiatushernie oder Kardianlinsuffienz. Die Z-Linie ist unterbrochen von zwei kleinen zungenförmigen Metaplasien. Die Magenschleimhaut zeigt eine normale Faltentruktur und Farbe.
Bulbus duodeni und postbulbäres Duodenum regelrecht. Entnahme auf Probebiopsien aus dem Kardiabereich
Beurteilung: Verdacht auf Barret-Osophagus
Histolohgie abwarten...

Histologiebefund:
Spongiose und regneratorisch entzündliche Plattenepithelhyperplasie im Übergang zu enteral-metaplastischer Mucosa vom Typ der Barretmucosa ohne Dysplasie.

Was bedeutet Barretmucosa??? Ist es gleich zu setzten mit Barretsyndrom?

Hat sich nun etwas verschlechtert?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Viele Grüße
Madita1
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quergedacht
Interessierter



Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 09.02.10, 00:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Madita,

die gute Nachricht zuerst: Es wurde keine Dysplasie gefunden! Das ist schon mal viel wert! Barrett-Mukosa, Barrett-Syndrom, Barrett-Oesophagus sind verschiedene Bezeichnungen für die gleiche Sache: Die Schleimhaut der Speiseröhre ist stellenweise durch den Schleimhauttyp des Magens ersetzt.

Der Endoskopiebericht erscheint mir nicht präzise genug für die bei diesem Befund empfohlene Vorgehensweise.
Zitat:
Die Z-Linie ist unterbrochen von zwei kleinen zungenförmigen Metaplasien.
Das sagt weder etwas über die genaue Position der Metaplasien noch etwas über deren konkrete Ausdehnung. Diese Angaben wären aber wichtig, um bei zukünftigen Kontrollen überhaupt beurteilen zu können, wie sich die Sache entwickelt. Ich möchte Sie daher ermutigen, sich für die nächsten anstehenden Kontrollen an eine besser spezialisierte Stelle zu wenden.

Aufgrund der schon nachgewiesenen Barrett-Mukosa sollte Sodbrennen unbedingt vermieden werden. Wenn Sie trotz der genannten Medikamente noch Sodbrennen haben, dann ist auch an den Reflux von Galle zu denken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber! Zusätzlich zu den bisherigen Medikamenten könnte er Ihnen z.B. etwas verordnen, das die Peristaltik unterstützt. Die Einnahme der verordneten Protonenpumpenhemmer sollten sie nicht unterbrechen, denn das könnte zu einem Rebound-Effekt führen, d.h. zu einer überschießenden Säureproduktion.
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Madita1
Interessierter



Anmeldungsdatum: 23.05.2007
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 09.02.10, 07:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

erst einmal vielen Dank für die Antwort.
Den Gedanken die Spiegelung mal in einer anderen Praxis zu machen, haben
meine Hausärztin und ich auch schon angedacht.
Die nächste Routineuntersuchung würde im Mai anstehen.
Da ich mich in der bisherigen Praxis auch menschlich sehr wohl gefühlt habe,
fällt es mir ein wenig schwer, aber ich werde es in Angriff nehmen.

Zur Zeit nehme ich morgens nüchtern 40mg Omeprazol ein und
abends Maaloxan. Der HNO (Kloß im Hals...) empfahl mir diese Dosierung über mindestens 8 Wochen.
An einen Zusammenhang mit der Galle habe ich auch schon mal gedacht.
Allerdings hat meine HÄ auch Blut untersucht (u.a. wegen Hashi, erwähnte aber auch das meine Leberwerte in Ordnung sind...) und hätte dann vielleicht auch etwas entdecken müssen, oder? Außerdem dachte ich es muss dann immer ein direkter Zusammenhang mit Essen oder trinken bestehen. Das ist bei mir aber nur sehr sehr selten.

Auch ein Zusammenhang mit meiner Wirbelsäule habe ich schon in Erwägung gezogen.
Da ich immer wieder mit Problemen HWS und Brustwirbel zu tun habe. Einen Termin
zur Craniosacrale Therapie habe ich in der nächsten Woche (....kann ja nicht schaden...)
Allerdings können davon ja wahrscheinlich nur die Sympthome des Sodbrennens auftreten, aber lt. Befund ist es bei iri ja nicht nur ein Sympthome, sondern der Reflux ja tatsächlich da.

Warum habe ich dann zwischendurch immer über einen längeren Zeitraum keine
Probleme?

Wahrscheinlich muß ich dann vielleicht doch nochmal die PH-Metrie Messung machen lassen. Ein Versuch wurde schon gestartet. Nachdem ich die 24 Std. hinter mich gebracht hatte (...fand es nicht so angenehm...) bekam ich zwei Tage später die Nachricht: "Sorry, das Gerät hatte wohl einen defekt und hat nichts aufgenommen"
Danach war ich dann erstmal damit fertig.

Sorry, jetzt ist es ein sehr langer Text geworden.

Schönen Tag!

Madita1
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Ralf Tillenburg
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 11085
Wohnort: Raum Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 09.02.10, 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es ist völlig unsinnig, hier den Rat zu erteilen, die Praxis zu wechseln. Allein die Darstellung eines Befundberichts lässt kaum sinnvolle Schlüsse über die Qualität der Endoskopien zu.

Leider muss man auch sagen, dass die Tatsache, dass keine Dysplasien gefunden wurden, nicht gleichzusetzen ist mit der Aussage, dass keine da sind. Man entnimmt ja immer nur kleinste Proben aus den verdächtigen Stellen.

Barrett-Mukose muss keine Beschwerden machen, daher sollten die Spiegelungen auch dann fortgesetzt werden, wenn Sie keine Beschwerden haben. Ob noch andere ursachen für Ihre Beschwerden vorliegen, kann allerdings von hier nicht beurteilt werden.
_________________
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Arzt für Allgemeinmedizin
www.praxis-tillenburg.de
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Madita1
Interessierter



Anmeldungsdatum: 23.05.2007
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 10.02.10, 07:31    Titel: an H. Tillenborg....Diagnose nach wiederholter Magenspiegel. Antworten mit Zitat

Hallo Herr Tillenborg,

der Gedanke mal eine zweite Praxis auf zu suchen, hatte bei mir
jetzt in keiner Weise mit fachlichen Bedenken der bisherigen Praxis zu tun.
Der Arzt hat schon mein Vertrauen. Ich dachte nur das es Sinn macht
mal eine Praxis auf zu suchen, die sich auf Barrett spezialisiert hat.
Ich las z.B. von einer Färbetechnik die sinnvoll ist.

Nun habe ich mit meiner Hausärztin beschlossen erst noch zwei weitere
Wochen OMEP 40 ein zu nehmen um die Chance zu nutzen das, das
Mittel auch anschlagen kann.

Mein Eindruck ist allerdings, das Sie das Barrett aufgrund des genannten Berichtes
nicht so ernst nimmt, bzw. nicht konkret darauf eingeht.
Ich möchte nicht Gefahr laufen etwas zu "verschleppen"

Ein wenig bereitet es mir schon Angst.

Wünsche einen schönen Tag!

Viele Grüße
Madita1
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