Ich möchte mich kurz vorstellen. Ich heiße Klaus bin 27 und komme aus Bad Reichenhall im Bayrischen Grenzland.
Ich bin 1,80 Meter groß und mit 92,5 kg leider ein wenig übergewichtig wenn auch nicht extrem. Ich rauche je nach Stress 5 - 15 Zigaretten pro Tag. Alkohol oder andere Drogen konsumiere ich nicht.
Ich leide an leicht erhöhtem Blutdruck der jedoch mit 10mg Bisoprolol täglich gut eingestellt ist sowie an einer mäßigen Pollen und Gräserallergie sowie einer starken Hausstaubmilbenallergie die mit einem Levocetirizin Präparat sowie Montelukast abends und einem Spray mit den Wirkstoffen Budesonid+Formoterol behandelt wird.
Meine Frage ist die folgende: Ich leide seit langer Zeit schon an einem übertriebenen Wärmeempfinden. Das kann man sich so vorstellen: Wenn ich in einen Raum gehe der gut geheizt ist (22 - 23 °C) empfinde ich das als extrem unangenehm. Meine Nasenschleimhäute schwellen anscheinend an und ich kriege durch die Nase fast keine Luft mehr. Auch habe ich das Gefühl, dass mir ein kalter Schauer über den Rücken läuft und es mir kreislaufmäßig nicht besonders gut geht. Darum schalte ich die Heizung in meinem Schlafzimmer zum Leidwesen meiner Lebensgefährtin immer schon um 17 Uhr ab und lüfte auch bei -15 °C Außentemperatur sehr lange (1 Stunde) durch. Auch wenn es dann wirklich bitterkalt ist fühle ich mich dann total wohl und kann gut einschlafen.
Wenn ich in einem Raum bin wo es zu warm ist wälze ich mich im Bett hin und her und suche mit Händen und Füßen kühle Stellen beim Bettbezug da ich ständig das Gefühl habe dass es wirklich heiß ist, obwohl es oft nur rund 21 Grad im Raum hat.
Ich habe mir für den Sommer extra eine Klimaanlange gekauft die den ganzen Tag und die halbe Nacht läuft da ich sonst nicht mehr schlafen könnte.
Aber nun das wirklich paradoxe: Wenn ich am Morgen aufstehe, egal ob der Wecker mich weckt oder ob ich von selbst wach werde, da ist mir immer saukalt. Auch wenn es wirklich befremdend klingt setze ich mich oft mit dem Haarföhn hin und verwöhne meine Körper mit der heißen Luft für längere Zeit wobei ich trotzdem nie das Gefühl habe dass mir wirklich warm wird.
Ich habe schon Morgensport und alles andere probiert aber ein inneres Wärmegefühl kommt nicht auf.
Und im Verlauf des Tages dreht sich dies dann wieder komplett um.
Meine Frage:
Sollte ich damit zum Hausarzt gehen und ihn um Rat bitten?
Kann eine ernste medizinische Erkrankung dahinter stehen und wenn ja welche?
Natürlich weiß ich dass über das Internet solche Dinge nicht wirklich geklärt werden können und der Weg zum Hausarzt wird mir wohl auch nicht erspart bleiben.
Trotzdem möche ich zumindest wissen was es theoretisch sein kann, denn ich kann meine Symptome so überhaupt nicht einordnen in welche Richtung das gehen könnte.
ob ein medizinisches Problem dahinter steckt, oder es sich bei Ihnen um einen mehr oder weniger natürlichen Zustand handelt (Jeder Mensch ist ja anders), kann ich nicht beurteilen. Da es Sie offensichtlich belastet oder beschäftigt, ist in der Tat der Gang zum Hausarzt sinnvoll. _________________ Alles Gute
Ralf Tillenburg
Arzt für Allgemeinmedizin
www.praxis-tillenburg.de
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