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Myom "natürlich" behandeln
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Schwippe
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 10.09.09, 20:06    Titel: Myom "natürlich" behandeln Antworten mit Zitat

Habe von folgenden "natürlichen" Behandlungsmethoden gelesen:
- homöopathisch
- Ernährungsumstellung (östrogenarm) kein Fleisch, kein Käse, kein Industriezucker,
usw. ...
- Mönchspfeffer

Hat damit jemand Erfahrung gemacht und/oder Erfolge gesammelt?

Dringend um Antwort gebeten, es kann gerne auch auf meine Nachricht an Dr. Fischer geantwortet werden.

Wenns nach meiner FÄ geht, soll ich nämlich am Montag 14.9. auf dem OP-Tisch zur Laparoskopie liegen.

Danke !!!!!!!!!

Gruß Schwippe
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Kristin
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 11.03.2005
Beiträge: 53
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 11.09.09, 05:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schwippe,

darf ich fragen wie groß Dein Myom ist und mit welcher Begründung es operativ entfernt werden sollte?

Lieben Gruß
Kristin
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Schwippe
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 11.09.09, 06:23    Titel: Größe des Myoms Antworten mit Zitat

Per Ultraschall wurde eine Größe von ca. 3,5 cm festgestellt, Lage vermutlich an der Hinterwand. Das stellte der OA in der Klinik, wo ich mich nach Feststellung bei meiner FÄ vorstellen sollte, fest. Da ich außerdem z.Zt. beschwerdefrei bin, läge keine Indikation für eine OP vor. Man könne lediglich eine diagnostische Laparoskopie machen, um zu gucken wie groß es genau ist und wo es genau liegt.
Meine FÄ ist dafür gewesen und schickte mich wieder in die Klinik, wo mir eine andere Ärztin das Gleiche sagte wie der OA. Ich solle bedenken, dass "nur" eine Laparoskopie auch eine OP ist mit Vollnarkose und Risiken. Wenn mans gleich mit entfernt - kommt es auch auf die Lage an, wenn man noch mal Kinderwunsch hat. Diesen wollte ich noch nicht gänzlich ausschließen, bin ja erst 34 J.. Habe aber schon 2 Kinder (7 und 9).
Mein Partner meint, keine Laparoskopie machen lassen und 1/4 Jahr beobachten. In dieser Zeit würde ich es homöopathisch versuchen wollen.

Gruß Anke
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Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 31.01.2007
Beiträge: 5137
Wohnort: 87452 Altusried

BeitragVerfasst am: 11.09.09, 08:38    Titel: Myome Antworten mit Zitat

Guten Tag,
wo soll der Sinn in der Laparoskopie liegen? Sie sind beschwerdefrei und das Myom ist nicht sehr groß. Ich verstehe auch nicht, warum man es nicht ganz exakt lokalisieren kann. Sie schreiben " vermutlich". Mit den heute zur Verfügung stehenden modernen Vaginalultraschallgeräten kann man Myome sehr genau orten. Eine " natürliche" Methode gibt es nicht. Man könnte mit einer Dauertherapie mittels Gestagenen über 3 Monate versuchen, das Myom zum Schrumpfen zu bringen. Aber dann wird es wieder wachsen-wenn es überhaupt kleiner werden sollte- da ja Myome unter Östrogeneinfluß stehen. Ich teile die Meinung Ihres Partners-bis auf die homöopathische Therapie. Aber ein Versuch kann ja nichts schaden.
_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.
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Schwippe
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 11.09.09, 11:00    Titel: Sinn Laparoskopie Antworten mit Zitat

Guten Tag Herr Dr. Fischer,
eigentlich hatte ich gerade eine Antwort verfasst, aber sie ist nicht erschienen. Also nochmal neu.
Ich zitiere mal den Arztbrief vom OA an meine FÄ:
"Bei der gyn. Untersuchung stellt sich ein anteflektierter, hyperplastischer, derber Uterus mit Verdacht auf Hinterwandmyom dar. Sonographisch zeigt sich ein Myom - am ehesten an der Hinterwand - von ca. 3,5 cm Durchmesser. Die Pat. ist z.Zt. beschwerdfrei und hat evtl. noch Kinderwunsch. Wir haben das weitere Vorgehen mit der Pat. besprochen. Es besteht die Option der diagnost. Laparoskopie, um den genauen Sitz und die Größe des Myoms zu bestimmen. Eine sofortige Myomentfernung würden wir im Moment bei der beschwerdefreien Pat. nicht favorisieren. Bei weitere Größenzunahme und Auftreten von Beschwerden wäre einen OP-Indikation gegeben."
Dies wollte ich nicht sofort entscheiden u. auch erst in Ruhe m. meinem Partner besprechen. Meine FÄ hält die Laparoskopie für sinnvoll. Es wäre ein schnell wachsendes Myom. Bei der Routine-U vor 1 Jahr war per Ultraschall noch nichts zusehen. Sie legte mir beide Fotos vor, da kann man aber als Laie eh nicht viel erkennen.
Wenn man nun weiß, dass man ein Myom hat, kann man sich dann auch Beschwerden einbilden (Druck oder so)?! Meine Blutung ist normal, Regelschmerzen hatte ich schon immer, habe keine Verstopfung, die Blase ist ok.
Hormone möchte ich nicht unbedingt einnehmen - zuviele Nebenwirkungen.
Meine Mutter hatte auch immer Probleme mit Myomen und hat sich dann mit 46 die GM entfernen lassen. In dem Alter kann man das sicher besser akzeptieren als mit 34.
Gruß Schwippe
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Kristin
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 11.03.2005
Beiträge: 53
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 11.09.09, 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
also ich kann auch nur aus Erfahrungen berichten. Ich fragte auch deswegen, weil mein Myom im letzten Jahr fast 2 cm gewachsen ist, von ca. 2, 7 auf 4,6 cm. Auch ein Hinterwandmyom. Ich habe allderings teilweise erhebliche Beschwerden, und es wird auch jetzt erstmal 3 Monate lang nur beobachtet. Gegen die extremen Beschwerden während der Regel nehme ich jetzt die Pille. Mir wäre allerdings lieber das Ding wäre weg. Ich schätze, dass ich bei einem weiteren Wachstum da auch nicht drumherum kommen werde.

Im Vergleich zu ihren Beschwerden fällt mir auch erstmal auf, dass meine Gyn. mir mittels Ultaraschall durch die Scheide exakt die Größe und Lage bestimmen konnte. Von daher versteh ich eine Lapraskopie nur um zu sehen was da los ist überhaupt nicht. Allerdings wenn Ihr Myom wirklich so schnell wächst und es weiter wächst (was man ja bei einer Beobachtung feststellen kann), dann finde ich sollte man schon an eine Entfernung denken. Ich glaub ab 8cm ist die OP auch nicht mehr so einfach (aber lieber nochmal erkundigen). Ein weiterer Unterschied ist, so wie ich damals meine Gyn. verstanden habe, dass solche Myome evtl. störend bei der Empfängnis sind. D.h. es könnte schwierig werden bei der Zeugung, also die Entfernung eine Empfängnis eher begünstigen würde, was bei mir mit 42 nicht mehr soo ausschlaggebend ist.
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Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 31.01.2007
Beiträge: 5137
Wohnort: 87452 Altusried

BeitragVerfasst am: 11.09.09, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag,
in Anbetracht des vorliegenden Befundes händert sich nichts an meiner Einstellung. Eine diagnostische Laparoskopie bringt nicht viel. Es wird sich um ein intramurales Myom handeln, d.h. man sieht bei der Laparoskopie sowieso nur jenen Teil, der sich nach außen vorwölbt. Diese Myome stören bei dieser Größe eine Schwangerschaft nicht. Es reicht zu wissen, daß es an der Hinterwand sitzt-mehr an Erkenntnis bringt nicht viel.
_________________
Grüße Dr. Fischer
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Schwippe
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 11.09.09, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
also den OP-Termin/Laparoskopie für Mo 14.9. habe ich erstmal abgesagt.
Meine FÄ werde ich nächste Woche darüber informieren und darum bitten, dass
alle 3-4 Monate eine Kontrolle erfolgt.
Sollte ich wegen des Myoms eine Schwangerschaft nicht mehr so weit hinausschieben?
Wenn es denn in der Wand sitzt und vor einer SS entfernt werden würde, wäre die Wand dann dünner. Das wäre wiederrum aber auch ein Problem in der SS (Uterusruptur?) oder bei der Geburt - Kaiserschnitt?!
Oder kann die Wand so vernäht werden, dass sie hält? Baut sich die Muskulatur bzw. die Wand wieder auf?

Gruß Schwippe
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Kristin
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 11.03.2005
Beiträge: 53
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 11.09.09, 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sagte auch nicht, dass die Myome eine Schwangerschaft stören, sondern dass u.U. die Befruchtung erschwert sein könnte. Und das habe ich von 2 Gynäkologen unabhängig voneinander gehört und diese Myome waren noch kleiner. Kann, nicht muss. Wenn die Dame hier nochmals schwanger werden möchte und wird es nicht, kann sie dahingehend nochmal nach den Ursachen auch in diese Richtung forschen.
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Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 31.01.2007
Beiträge: 5137
Wohnort: 87452 Altusried

BeitragVerfasst am: 12.09.09, 08:57    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag,
wenn das Myom bei der Kontrolle nicht gewachsen ist, kann jman eine erneute Schwangerschaft hinausschieben. Entfernt man ein Myom, wird die Muskulatur wieder so vernäht, daß alles hält. Die Wand der Gebärmutter wird nicht dünner, da ja ein Myom ein zusätzliches Gewebe ist und nur dieser Teil wird quassi " entkernt", ausgeschält wie eine Mandarine. Das ursprüngliche Muskelgewebe wird dabei nicht beeinträchtigt. Uterusrupturgefahr ist nicht erhöht. Es muß sich also nichts mehr neu aufbauen, das würde auch anatomisch gar nicht funktionieren.
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Grüße Dr. Fischer
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Schwippe
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Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 12.09.09, 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Herr Dr. Fischer,
in der Klinik hatte man mir das so in etwa erzählt, dass die Wand dünner ist und das an dieser Stelle nach Entfernung des Myoms die Gefahr der Uterusruptur bestünde, weil sich ja die GM in der SS ausdehnt.
Wie sieht es aus mit normaler Entbindung oder Kaiserschnitt mit oder ohne Myom?
Gruß Schwippe
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Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 31.01.2007
Beiträge: 5137
Wohnort: 87452 Altusried

BeitragVerfasst am: 12.09.09, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend,
ich überblicke viele Pat., denen man ein Myom entfernte und die dann eine problemlose SS hatten. Die Gefahr der Uterusruptur sehe ich nicht. Man kann natürlich prophylaktisch einen Kaiserschnitt machen, aber bei sorgfältiger Überwachung untrer Geburt erkennt man eine drohende Ruptur meist rechtzeitig. Erst unter starken häufigen Wehen könnte eine Ruptur überhaupt auftreten. Die Ausdehnung während der SS verursacht so gut wie nie eine Ruptur, das habe ich noch nicht erlebt.
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Schwippe
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Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 29.12.09, 20:01    Titel: Myom - Ergebnis der Kontrolle Antworten mit Zitat

Hallo Herr Dr. Fischer,
ich war nun am 22.12.2009 zum Ultraschall bei meiner FÄ.
Sie hat folgende Größe gemessen: 3,2*3,9 cm - ihrer Meinung nach eine immense Größe.
Weiterhin stellte sie fest, dass ein Eierstock etwas vergrößert ist.
Das hatte sie schon früher mal festgestellt und bei einer nächsten Kontrolle war er wieder normal. Muss ich mir da Sorgen machen?
Produziere ich vielleicht zuviele Hormone?
Dass ich die Laparoskopie habe nicht machen lassen, damit war sie nicht einverstanden, das hat sie mich während des Gesprächs auch merken lassen.

Ende Feb./Anfang März soll ich wieder zur Kontrolle kommen.

Ach so, bis jetzt bin ich immer noch beschwerdefrei.

Ich wünsche schon mal einen guten Rutsch.
Schwippe
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Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator



Anmeldungsdatum: 31.01.2007
Beiträge: 5137
Wohnort: 87452 Altusried

BeitragVerfasst am: 30.12.09, 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag,
von einer " immewnsen" Größe kann man in diesem Fall nicht sprechen. Da müßte das Myom schon weit über 5 cm groß sein. Selbst derartige Myome müssen nicht zwingend operiert werden, wenn sie nicht weiter wachsen und keinerlei Beschwerden machen. In Ihrem Fall reichen Kontrolluntersuchungen völlig aus. Es kommt immer wieder mal vor, daß sich im Schall ein Ovar als leicht vergrößert darstellt, das ist quasi nichts Ungewöhnliches. Zudem sind die Ovarien sowieso nicht immer auf beiden Seiten gleich groß. Das führt auch nie zu einer vermehrten Hormonproduktion-insgesamt also überhaupt keine Sorgen machen.
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Schwippe
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Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 03.03.10, 21:44    Titel: Ergebnis Kontrolluntersuchung Antworten mit Zitat

Hallo Herr Dr. Fischer,
ich war gestern wieder zur Kontrolle bei meiner FÄ.
Das Myom hätte eine Größe von ca. 3,8 cm.
Ihr Vorschlag: Man könne versuchen mit der Pille das Wachstum zu hemmen. Ich nehme ja schon seit Anfang 1999 keine mehr. Sie hat mir Leona von Hexal aufgeschrieben.
Wie ist denn Ihre Meinung/Erfahrung dazu?
Die nächste Kontrolle ist für Mitte Juni geplant, auch um zu checken, ob die Pille was bewirkt hat (gekauft habe ich sie noch nicht).

Gruß Schwippe

PS: Ich hatte noch im Okt. 2009 angefangen, Globuli einzunehmen. Wäre ja möglich, dass deswegen kein Riesenwachstum eingetreten ist.
Meine Homöopathin meinte, hinter Myomen steckt meist Kinderwunsch. Vielleicht sollte ich den doch abschalten und mich mit zweien zufrieden geben.
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